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"Bergvölker" - Minoritäten in Nordthailand

Für viele Nordthailand Reisende ist der Besuch dieses Landstriches eng verbunden mit dem Wunsch mindestens eines der Dörfer der sogenannten Bergstämme „zu besichtigen“.

Schon vor vielen Jahren wurde von der Tourismusindustrie dieser Bereich entdeckt und seitdem ist die gewissenlose Vermarktung dieser Bevölkerungsgruppe mit allen aus ihr resultierenden teils katastrophalen Folgen in vollem Gange. So werden Menschen in zooähnlichen Siedlungen gehalten durch die der Reisende zum Fotoschießen durchgeführt wird. Schaut man in die Gesichter der dort zur Schau gestellten Menschen sieht man selbst hinter dem manchmal als Schutzschild getragenem Lächeln nur Verzweiflung, Angst und Ausweglosigkeit.

Verantwortungsvoller oder gar Eco Tourismus sieht anders aus. Um was für Menschen handelt es sich eigentlich?

Wie überall auf der Welt hat der Stärkste oder Reichste die besten Felder. Diese liegen in Thailand in den fruchtbaren Ebenen die von Thais bewohnt werden und wo kein Platz ist für andere Völker. Daraus resultiert, daß kleinere Volksgruppen und Nomadenstämme, andernorts korrekterweise als Minoritäten bezeichnet, in schwer zugänglichen und schlecht zu bewirtschaftenden Bergregionen ihr Dasein fristen müssen. Aus diesem Fakt entstand die Bezeichnung "Bergvölker".

Zu diesen zählen in Thailand etwa 1 Million Menschen, der folgenden Ethnien: Akha, Karen, Lahu, Shan, Lawa oder Wha, Yaoh oder Mien, Mlabri, Hmong, Lisou, Palaung, Htin und Kamu sowie die Uhreinwohner Thailands die Mon.

All diese Völker haben ihre eigene Sprache und ihre eigene sehr unterschiedliche Kultur. Einst zogen sie als Nomaden durch den östlichen Teil Asiens. Ihre Ursprungsheimat ist ebenso verschieden wie ihre Trachten und Gebräuche. Die meisten dieser Völker haben einen animistischen Glauben. Einige sind zum Buddhismus oder zum Christentum übergetreten.

In Thailand wird seit ca. 200 Jahren von diesen Völkern Kenntnis genommen. Es wird jedoch vermutet, das auch schon vorher einige Ethnien auf dem Gebiet des heutigen Thailands siedelten.

Als Nomaden lebten sie einst traditionell vom Jagen und Sammeln und betrieben geringfügigen Brandrodungsfeldbau. Sie errichteten unterstandartige Häuser aus Bambus und zogen, wenn diese nach ca. zwei Jahren zerfielen, wieder weiter. Der Dschungel reparierte sich selbst und somit waren sie ein wirklicher Bestandteil der Natur und lebten mit ihr in Einklang.

Erst die Ausbreitung der Thais und die daraus resultierenden einsetzenden Kontakte führte zum Ende der Subsistenzwirtschaft. Unkontrolliertes Bevölkerungswachstum kam hinzu und schon bald mußte mehr und mehr Dschungel weichen um satt zu werden. Opiumanbau im 20. Jahrhundert war eine gute Alternative, doch mit dem Verbot und dessen Durchsetzung in den vergangenen 20 Jahren auch nicht mehr aktuell.

Mittlerweile ist die Assimilation des "Thai way of life" der wiederum eine starke Übernahme westlicher Lebensweisen beinhaltet, sowie der Verlust der eigenen Identität bei allen Ethnien in vollem Gange.

Es gibt zwar einige gut funktionierende Hilfsprojekte, doch reichen diese nicht aus um dem Abholzen der Wälder Einhalt zu gebieten. Perspektivisch kann nur eine wirkliche Integration helfen, die vielfältigen Probleme dieser, der ärmsten Bevölkerungsschicht Thailands zu lösen.

Wir versuchen mit unseren Projekten im Umweltschutz, im Bildungsbereich sowie im Eco Tourismus einen nachhaltigen Einfluss auszuüben.

 

Wenn auch Sie helfen möchten, buchen Sie doch eine Tour mit uns. So lässt sich für Sie Urlaub und soziales Engagement gut verbinden und unseren Projekten hilft es direkt.

Eco Tourismus pur

Wir folgen strikt den Prinzipien eines ökologischen und sozialverträglichen Tourismus.

Der Schutz der Dschungelwälder und der Erhalt der ursprünglichen Lebensweise der Bergstämme liegt uns so am Herzen, dass diese Ziele zum eigentlichen Zweck der THAI HORSE FARM wurden.

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